Öffnungszeiten

Speyer-Süd, Rol.-Berst-Str. 1
Tel.: 06232-72298
Mo, Mi, Fr: 10 - 12.30 Uhr
Di: 14 – 17 Uhr
Do: 10 - 12.30 & 14 – 18 Uhr

Speyer-Nord, MGH,
Weißdornweg 3,
Tel.: 06232-6001857
Mi: 14 - 17 Uhr

So finden Sie zu uns

Durch anklicken dieses Buttons senden Sie Ihre Daten an Facebook. Bitte beachten Sie unsere Datenschutzhinweise!acebook
Bitte Datenschutzhinweise beachten!

Galerie

  • Kategorie: KSB

Termine

Keine Termine

Weblinks

 

Pubertät. Aufbruch statt Zusammenbruch

Für den Aufbruch ihrer Kinder in die Jugendzeit sind besorgte Eltern oft besser gewappnet als sie denken, sagt Anne Zwick vom Kinderschutzbund Speyer. In ihren Kursen berät und ermutigt sie Eltern, Beziehung auf- und Kontrolle abzubauen. Katja Edelmann Walter stellte ihr einige Fragen.

 

Frau Zwick, haben Eltern es heute schwerer oder leichter als frühere Generationen?

Jesper Juul, der dänische Familientherapeut, hält die Beziehung zwischen Eltern und Kindern in der aktuellen Generation für offener, ehrlicher und enger als früher. Doch manchmal ist sie auch konfrontativer.

Also haben Eltern weiterhin viel zu tun, wenn die Kinder erwachsen werden.

Die Teilnehmer in den Elternkursen, mit Kindern zwischen neun und 16 Jahren, wollen achtsam mit der Pubertät umgehen und mehr Selbstsicherheit bekommen. Sie berichten von dem, was normal ist in der Pubertät: Lügenclown, Unpünktlichkeit, Unordnung. Ich frage die Eltern dann, was sie gut finden am Kind, sie müssen eine Laudatio auf das Kind halten. Meist erkenne ich die Kinder dann nicht wieder!

Sie halten den Eltern den Spiegel vor.

Eltern sollen sich erinnern, welche Gedanken, Gefühle sie in der eigenen Pubertät beschäftigt haben. Wer oder was hat sie in der Identitätsfindung gefördert? Was gehindert, enttäuscht? Welche Leitsätze haben sie geprägt – bis heute? Der Blick in die Herkunftsfamilie macht eigene Werte, Reaktionen und Bedürfnisse klarer.

Wie erzieht man dann richtig?

Erziehung ist mit 14 vorbei! Es beginnt der Aufbruch in eine neue Beziehung, an der die Eltern arbeiten müssen. Sie bleiben Vorbild und der Fels in der Brandung, auch wenn sie das Gefühl haben, dass das Kind alles ablehnt. Manche Eltern reagieren autoritär, weil sie Angst haben, die Kontrolle zu verlieren. Aber: Alle Jugendlichen suchen Erfahrungen mit Alkohol, Zigaretten, gefährlichen Abenteuern und Grenzüberschreitungen. Die Pubertät ist die Zeit der Provokation, die Kinder wollen wissen, wer sie sind, wie weit sie gehen können und wie stark die Eltern sind. Gelassenheit, Geduld, Vertrauen in das Kind und die eigenen Fähigkeiten helfen, die stürmische Zeit gut zu meistern.

Wie muss man sich das praktisch vorstellen?

Es ist immer wieder notwendig, im Dialog zu bleiben und Konflikte anzusprechen. Notwendige Familienregeln sollten festgelegt und miteinander verhandelt werden. Ich propagiere den regelmäßigen Familienrat zu Handygebrauch, Mahlzeiten am Tisch, Medienkonsum, Hausarbeit, Urlaubsplänen: Die Eltern sagen, was ihnen wichtig ist, ohne als Autoritätsperson im Vordergrund zu stehen. Regeln, die die Kinder mitbestimmen, werden eher eingehalten.

Die Kinder wachsen also mit den Aufgaben?

Eltern sollen den Kindern bewusst machen, dass Freiheiten auch mit Pflichten verbunden sind, und ihnen Verantwortung geben. Dann fühlen sich Kinder wertvoll und wichtig. Sie leben ja wie die Made im Speck. Ein Beispiel: Die Mutter ist berufstätig, kommt abends müde nach Hause und ist nicht bereit, dann noch Staub zu saugen. Sie kann die Kinder fragen, wie sie das gemeinsam hinbekommen können. Man muss Kindern etwas abverlangen trotz Motzen und Meckern.

Dürfen Kinder auch die Konsequenzen mitbestimmen?

Man bespricht gemeinsam Regeln und das, was passiert, wenn man sie nicht einhält. Es gibt von klein auf drei Kategorien: In der ersten Kategorie darf das Kind altersgerecht selbst entscheiden. Zweites gibt es Regeln zum beidseitigen Verhandeln. Die dritte Kategorie ist nicht verhandelbar und gehört zur Fürsorgepflicht der Eltern. Die Basis dafür ist das Jugendschutzgesetz. Manche Eltern sehen das etwas enger, andere sind großzügiger.

Anne Zwick, 68 Jahre, Kinderkrankenschwester, systemischer Elterncoach, hat sechs Kinder, acht Enkelkinder. Sie hat 13 Jahre lang das Speyerer Kinder- und Jugendtelefon betreut und leitet seit 2004 Elternkurse „Starke Eltern-Starke Kinder“.

Sie haben Interesse an einem Elternkurs „Pubertät: Aufbruch, Umbruch – kein Zusammenbruch“? Voranmeldungen nimt der Kinderschutzbund an per E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder Telefon 06232-72298

Wir melden uns, sobald ein neuer Kurstermin feststeht.

Suchen

News

Neuer Kurs: Berater für Kinder- und Jugendtelefon gesucht

Am 21. September (Korrektur) beginnt ein neuer Ausbildungskurs für ehrenamtliche Berater am Kinder- und Jugendtelefon. Jeweils am Freitagnachmittag und Samstag finden 13 Schulungseinheiten und Hospitationen statt.

Weiterlesen...

Projekt AhA! - Entlastung für Alleinerziehende am Samstag

Ab 4. August 2018 startet das Angebot "AhA! Atem holen für Alleinerziehende" in Speyer. Der Kinderschutzbund Speyer bietet damit alleinerziehenden Eltern Kinderbetreuung am Samstagmorgen.

Weiterlesen...

 

Kinderschutzbund Speyer Nachrichten Kinderschutzbund Speyer Nachrichten